Lichtenergie kann auf Haut- und Augengewebe einwirken und es schädigen, besonders wenn ein photosensitivierendes Molekül - ob von einem Medikament oder durch den Körper produziert - innerhalb dieser Gewebe gebunden ist. Das höchste Risiko (der Haut-, Hornhaut- und Augenlinsenschädingung) stammt vom unsichtbaren, kurzwellen, ultravioletten (UV) Licht, das aus CET's empfohlenem Lichttherapiesystem heraus gefiltert wurde.
Langfristige Aussetzung an intensives, sichtbares, Blaulicht, dem UV Lichtspektrums naheliegensten, kann eine Gefahr für Netzhautfotorezeptoren und das Pigmentepithel, das am Fotorezeptorerneuerungprozeß teilnimmt, darstellen. Bei über -50-Jăhrigen, besteht die Gefahr einer Verschlimmerung der altersbedingten Makulardegeneration durch Blaulicht. Obgleich etwas Blaulicht einen wichtigen Bestandteil der weißen Belichtung bildet, sollten Lampen mit verhältnismäßig weniger Blaulicht (zum Beispiel leicht-weiße, fluoreszierende Lampen mit Farbtemperaturen zwischen 3000-4000 Kelvin liegend) kühl-weißem Licht, Tageslicht oder den “Vollspektrum”-Lampen vorgezogen werden (5000 Kelvin und höher).
Es gibt bestimmte pre-existierende medizinische Konditionen der Augen und der Haut (Netzhautdystrophie, altersbedingte Makulardegeneration, Porphyrie, Lupus erythematodes, chronische aktinische Dermatitis und Solarurtikaria), die ebenfalls lichtempfindliche Reaktionen bei intensivem, sichtbarem Licht hervorrufen können. In solchen Fällen sollte Lichttherapie nur unter Anleitung entweder eines Augenarztes oder eines Dermatologen ausgeführt werden. Augenärzte sollten bedenken, dass bei einigen genetischen Netzhautkrankheiten die Augen besonders lichtempfindlich sind.
Bestimmte Medikamente sind für ihre fotosensible Auswirkung auf Haut und/oder Netzhautgewebe bekannt. Beispiele im sichtbaren Lichtbereich sind psychiatrische neuroleptische Medikamente (z.B. Phenothiazin), Psoralen, Antiarhytmikum (z.B., Amiodarone), Malaria- und Rheuma- Medikamente, Porphyrine, die zur photodynamischen Behandlung von Hautkrankheiten benutzt werden, und Johanniskraut (Hypericum). Lichttherapie sollte nicht gleichzeitig mit diesen Medikamenten angewandt werden. Melatonin kann an entgegengesetzten Tageszeiten (normalerweise morgens und abends, respektive) zusammen mit Lichttherapie angewendet werden, bei gleichzeitiger Anwendung kann es jedoch zu Lichtunertrăglichkeit führen.
Medikamente die die Lichtunerträglichkeit hauptsächlich im unsichtbaren UV-Bereich (direkt unterhalb des Blaulichtbereiches) fördern, können auch einen Lichtabsorption-“Schwanz” haben, der sich bis in den untereren sichtbaren Blaubereich ausdehnt, was Photosensitivierung verursachen könnte. Beispiele davon sind Tetracyclin, Diuretika (z.B.Hydrochlorothiazide), Sulfonamide und trizyklische Antidepressiva (z.B., Imipramine, Nortriptyline, Desipramine, Amitriptyline). Wenn solch eine Reaktion auftritt oder vermutet wird, sollte Lichttherapie eingestellt werden, es sei den, Ersatzmedikation ist erhältlich, oder sie kann mit Schutzmaßnahmen unter medizinischer Betreuung ausgeführt werden.
Schlussfolgernd...
Für die Lichttherapie-Praxis müssen wir den Wellenlängenbereich des Lichtes (und mit diesem, seine Energiestrecke) und die Aufnahmegewebe des Auges miteinbeziehen. Für normale, gesunde Augen ist die Aussetzung an helles, weißes Licht eine physiologische Situation und fügt der Haut, den visuellen Zellen und des Pigmentepithels keine offensichtliche Schädigung zu. Es gibt jedoch bestimmte wichtige Einschränkungen:
[Quellen: Vincent DeLeo, M.D., St. Luke’s-Roosevelt Medical Center, New York; Charlotte Remé, M.D., Uiversităt Zürich, Schweiz.]
Copyright © 2008, Center for Environmental Therapeutics. All rights reserved.